Da das Tiroler Oberland von den jüngsten Schneefällen etwas verschont blieb und die Renkfälle in ihrer Funktion als Gefrierschrank auch die letzte Hitzewelle gut überlebt hatten, beschlossen „Lucky“ Lukas Priemer und ich ihnen einen Besuch abzustatten. Die Forststraße bis rauf zum Schranken war bestens geräumt, doch auch von dort ist man noch ca. 2 Stunden mit den Tourenski am Weg.
Bei nahezu arktischen Temperaturen stiegen wir in die leichteste Linie, den „Klassischen Renkfall“ (WI 4+) ein. Das Eis war wie erwartet ziemlich spröde und deshalb war ich froh seit langem wiedermal meine Hohlhauen montiert zu haben! Auf den letzten Metern lag dann doch noch einiges an Schnee auf den Eisabsätzen, aber wirklich störend war’s noch nicht.
Etwas links vom Ausstieg findet man an einem großen Felsblock 2 fette Bohrhaken mit Ringmuttern zum Abseilen. Danach braucht man noch 2 Eissanduhren um mit 60m Halbseilen zurück auf festen Boden zu gelangen.