Da ich mir Anfang Jänner in der Kletterhalle ein Ringband gerissen hatte fiel die Heurige Eisklettersaison für mich völlig aus. Da sich mein Finger jetzt aber recht gut erholt hat wollte ich wenigstens einmal richtig eisklettern gehen. Wegen der aktuellen Frühlings- bis frühsommerlichen Temperaturen war mir klar: jetzt oder nie! Und wenn es irgendwo noch gutes Eis gibt, dann im Gefrierschrank Tirols – bei den Renkfällen. Zum Glück konnte ich meinen Vater kurzfristig für diese Unternehmung motivieren und heute in der Früh befanden wir uns schon um halb 7 auf dem langen Anmarsch zu den imposanten Eisfällen.

Verhältnisse am 16. März 2012:
Der Forstweg ist bis zum Schranken vor der Wildtierfütterung bestens geräumt, ein paar kurze eisige Passagen gibt’s aber doch noch. Bis zur Wildtierfütterung heißt es Ski tragen und auch danach kommt die eine oder andere schneefreie Passage.
Generell gibt es heuer weniger Eis als die letzten beiden Jahre – vor allem in der linken Wandhälfte gibt’s nicht viel. Mir kam die leichteste Linie durch die Wand heuer etwas steiler vor – das kann aber natürlich auch an meiner miserablen Kondition und Psyche liegen…
Im Mittelteil erfreute uns Soft-Ice vom Feinsten, der Rest ist komplett trocken und perfekt zu klettern. Vom Bohrhaken am Ausstieg gelangt man mit drei Abseiler zum Boden – die Eissanduhren waren alle vorhanden. Die schwereren Linien, wie z.B. Teufelskralle sehen nicht mehr allzu vertrauenserweckend aus.

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