Was macht man bei wolkenlosem Wetter und 34 °C im Schatten? Richtig – man schiebt sein Mountainbike durchs Halltal hinauf zu den Herrenhäusern und genießt dann die stehende Hitze zwischen den Latschen am Weiterweg zum Lafatscherjoch. Übersteht man diese etwa dreistündige Tortur, wird man in der Route 6×7=8 von Stöhr und Scherer in der kühlen Lafatscher Nordwand mit beeindruckender Kletterei entschädigt. Die Felsqualität ist fast durchgehend ausgezeichnet, das gilt auch für die Steilheit und die anhaltenden Schwierigkeiten. Alle Seillängen bewegen sich im 7. Schwierigkeitsgrad, wobei die Absicherung mit Bohrhaken dem Schwierigkeitsgrad entspricht.
Gerade in der ersten Seillänge sind aber zwischen den längeren Abständen gute Nerven gefragt. Selbige fehlten mir heute, weshalb ich Martin das scharfe Ende des Seiles reichte und eine tolle Führungstour genoss.
Tipps und Tricks:
- Topo auf der Seite des Kletterzentrums Tivoli downloaden
- Den beschriebenen Zustieg über den Vorbau nehmen – nicht ganz ungefährliche Kletterei im Schrofen im zweiten Schwierigkeitsgrad, aber dennoch schnell und einfach zu finden.
- Evtl. Cams bis Black Diamond #1 (rot) mitnehmen. Letzteren konnte Martin ganz gut unterbringen.
- Abstieg: 3-mal abseilen mit 60-m-Halbseilen – (6., 4. und 2. Stand) Alle Standplätze sind perfekt eingerichtet
- So weit wie möglich das Mountainbike durchs Halltal mitnehmen.