{"id":717,"date":"2013-07-14T14:58:55","date_gmt":"2013-07-14T12:58:55","guid":{"rendered":"http:\/\/higher-ground.at\/?p=717"},"modified":"2013-08-20T15:02:53","modified_gmt":"2013-08-20T13:02:53","slug":"piz-palu-ostlicher-nordwandpfeiler-ostpfeiler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/higher-ground.at\/?p=717","title":{"rendered":"Piz Pal\u00fc &#8211; \u00d6stlicher Nordwandpfeiler (Ostpfeiler)"},"content":{"rendered":"<p>Die Hitzewelle l\u00e4sst einem ja gar keine andere Wahl, als sich in das k\u00fchlere Hochgebirge zu begeben. Deshalb holte mich Claudia direkt von einer Woche Bergrettungs-Grundkurs im Jamtal ab um zusammen zu den h\u00f6chsten Bergen der Ostalpen zu fahren.<br \/>\nDer Ostpfeiler des Piz Pal\u00fc ist eine der sch\u00f6nsten Hochtouren dieses Schwierigkeitsgrades \u00fcberhaupt und ist es deshalb Wert ihn nicht nur einmal zu machen. Ich selbst hatte nun schon das zweite Mal das Vergn\u00fcgen. Weitere Faktoren, welche diese Route zur absoluten Genusstour machen sind der bequeme Zu- und Abstieg mittels Seilbahn, das unglaublich sch\u00f6ne Abendrot-Panorama von der Diavolezza-Terrasse, sowie das 5 G\u00e4nge Men\u00fc welches in der Halbpension inbegriffen ist. Da k\u00f6nnen einen nicht mal mehr die unversch\u00e4mt hohen Getr\u00e4nkepreise (10 Euro f\u00fcr 1 Liter Mineralwasser) die Euphorie und Vorfreude auf den bevorstehenden Tourentag vermiesen!<\/p>\n<p>Gegen 5 Uhr fr\u00fch (und somit wiedermal als letzte) brachen Claudia und ich Richtung Gletscher auf. Nat\u00fcrlich war alles perfekt gespurt weshalb wir schnell an der Ostseite des Piz Trovat vorbei kamen und schon bald am gro\u00dfen Gletscher standen. Vor uns wanderten Heerscharen anderer Bergsteiger in Richtung Gipfel und wir waren Froh, dass die allermeisten am Normalweg blieben. Claudia und ich bogen nach dem ersten Gletscheraufschwung Richtung Ostpfeiler ab und gelangten ohne Probleme zum Einstieg, den ein Bohrhakenstand erkenntlich macht.<\/p>\n<p>Von nun an ist die Route nur noch ein Genuss: feinste Blockgratkletterei! Wir bewegten uns z\u00fcgig in Wechself\u00fchrung dahin, wobei wir viel am &#8222;laufenden Seil&#8220; kletterten. Kr\u00f6nender Abschluss ist der scharfe Firngrat hinauf zum Ostgipfel. Auch hier fanden wir beste Verh\u00e4ltnisse mit perfekter Spur vor. Vom Ostgipfel erreicht man in ca. 15 min den Hauptgipfel. Auch hier bewegt man sich, gesichert am kurzen Seil, auf einem scharfen Firngrat mit ordentlich Tiefblick.<\/p>\n<p>Der Abstieg \u00fcber den Normalweg ist, solange die Br\u00fccken \u00fcber die vielen Gletscherspalten halten, unproblematisch. Einzig der R\u00fcckmarsch inklusive Gegenanstiege zur Diavolezza stellt dann am Ende der Tour nochmals Anspr\u00fcche an die Kraftreserven&#8230;<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Tipps f\u00fcr Wiederholer:<\/span><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Heuer (14. Juli)\u00a0lag noch recht viel Schnee im Bereich des Gletscherzustieges, was durchaus ein Vorteil war, da man sich das gestolpere durch den sonst vorhandenen Blockschutt erspart. Bei uns war es so warm, dass wir die Steigeisen erst direkt am Beginn der ersten Gletscher-Steilstufe montierten &#8211; so l\u00e4sst es sich viel bequemer (und schneller) gehen.<\/li>\n<li>Vorsicht auf den letzten Metern des Zustieges: Je nachdem wie man den letzten flachen Bereich des Gletschers erreicht quert man ihn unter Umst\u00e4nden parallel zu gro\u00dfen Querspalten. Versetzt gehen!<\/li>\n<li>Wir hatten 5 Friends (Camalots #0,4 (grau) bis #2 (gelb) dabei, was meiner Meinung nach Ideal war. Viele lange Bandschlingen verhindern den Seilzug und finden oft als K\u00f6pflschlinge Verwendung.<\/li>\n<li>Die offensichtlich schwierigste Steilstufe kann recht einfach links umklettert werden.<\/li>\n<li>Der abschlie\u00dfende Firngrat ist zwar bei vorhandener Spur nicht schwierig, erfordert aber ggf. eine gute Sicherungstechnik (Kurzes Seil mit Sprungseil, bzw. Seilschaftsbetrieb mit Standplatzbau durch Steckpickel).<\/li>\n<\/ul>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hitzewelle l\u00e4sst einem ja gar keine andere Wahl, als sich in das k\u00fchlere Hochgebirge zu begeben. Deshalb holte mich Claudia direkt von einer Woche Bergrettungs-Grundkurs im Jamtal ab um zusammen zu den h\u00f6chsten Bergen der Ostalpen zu fahren. Der Ostpfeiler des Piz Pal\u00fc ist eine der sch\u00f6nsten Hochtouren dieses Schwierigkeitsgrades \u00fcberhaupt und ist es [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/717"}],"collection":[{"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=717"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/717\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":718,"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/717\/revisions\/718"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=717"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=717"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=717"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}