{"id":541,"date":"2012-07-16T05:37:20","date_gmt":"2012-07-16T03:37:20","guid":{"rendered":"http:\/\/higher-ground.at\/forum\/?p=541"},"modified":"2016-01-21T18:43:07","modified_gmt":"2016-01-21T16:43:07","slug":"nevado-pisco-5759-m-und-laguna-69","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/higher-ground.at\/?p=541","title":{"rendered":"Nevado Pisco (5759 m) und Laguna 69"},"content":{"rendered":"<p>Wir sind m\u00fcde, deshalb heute nur ganz kurz: Claudia und ich waren am vielleicht besten Aussichtsberg Perus erfolgreich&#8230; Der 5759 m hohe Nevado Pisco ist unser! Am n\u00e4chsten Tag wanderten wir dann noch zur idyllischen Laguna 69, ehe wir wieder zur\u00fcck nach Huaraz fuhren. Trotz meines wieder schlechteren Verdauungszustandes brechen wir in den kommenden Tagen nochmal zu einem letzten gro\u00dfen Bergabenteuer auf&#8230; Alpamayo wir kommen!<\/p>\n<p><b>Nachtrag Nevado Pisco<\/b><br \/>\nSo, nachdem wir wieder ausgeruht sind folgt nun ein etwas ausf\u00fchrlicherer Bericht von unserem 4 Tagestrip ins Quebrada Llanganuco.<\/p>\n<p>In Huaraz bestiegen wir voll beladen ein Collectivo (Sammeltaxi) nach Yungay. Diese Stadt erfuhr traurige Ber\u00fchmtheit, als sie beim gro\u00dfen Ancash-Erdbeben von 1970 vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rtwurde. Damals l\u00f6ste sich ein Teil des Huascaran-Gletschers und donnerte in Form einer gewaltigen Eislawine ins Santa-Tal, wo sie \u00fcber 20.000 Menschenleben forderte. Das neue Yungay liegt 2 km weiter n\u00f6rdlich, an den urspr\u00fcnglichen Ort erinnert nur noch ein gro\u00dfes Denkmal am Friedhofsh\u00fcgel.<\/p>\n<p>Von Yungay nach Cebollapampa teilten wir uns ein weiters Sammeltaxi mit einem englisch-holl\u00e4ndischen P\u00e4rchen, welches uns die unvorstellbar holprige Fahrt mit schl\u00fcpfrigen Gespr\u00e4chen verk\u00fcrzte. Die bl\u00f6den Spr\u00fcche des schwer t\u00e4towierten und mit Diamox vollgepumpten Engl\u00e4nders stachelten unseren Fahrer zu einer wahren Ralleyfahrt mit seinem halb verrosteten Toyota Corolla auf. Claudia und ich waren froh, auf halber Strecke eine kurze Rast am Nationalparkeingang machen zu k\u00f6nnen. Gottseidank hatte ich auch meinen Bergf\u00fchrerausweis dabei, denn ohne Nachweis alpiner Ausbildung darf man den Huascaran Nationalpark nicht mehr betreten! Sp\u00e4ter erfuhren wir, dass auch ein Alpenvereins-, oder Bergrettungsausweis ausreichend ist.<\/p>\n<p>In Cebollapampa organisierten wir erstmalig vierbeinige Unterst\u00fctzung f\u00fcr unser Gep\u00e4ck: Zwei Esel und ihr zweibeiniger Chef sollten uns den Aufstieg ins Basislager auf ca. 4600 m erleichtern! Dieses erreichten wir nach etwas mehr als zwei Stunden und platzierten unsere Hacienda abseits der Zeltstadt der organisierten Gruppen. Die meisten Bergsteiger schlafen allerdings im nahen Refugio Peru, welches in Kooperation mit dem italienischen Alpenverein errichtet wurde.<\/p>\n<p>Um 3 Uhr nachts brachen wir unter klarstem Sternenhimmel und Mondschein in Richtung Gipfel auf. Zuerst gilt es eine &#8222;Killermor\u00e4ne&#8220; (Zitat: Claudia) zu \u00fcberwinden. Bei Tagesanbruch erreichten wir den Gletscher, was das Vorankommen im Vergleich zum groben Blockwerk der Mor\u00e4ne deutlich erleichtert.<\/p>\n<p>Diese Mal waren wir auf die K\u00e4lte besser vorbereitet &#8211; 3 Lagen Hosen und 4 Lagen Oberteile waren genau richtig! Da der Nevado Pisco der vielleicht meistbestiegene Andengipfel ist, mussten wir nun nur noch dem Trampelpfad durch den Schnee folgen. Ab dem Sattel auf 5300 m gestaltet sich der Aufstieg jedoch trotzdem sehr kurzweilig, da es immer wieder k\u00fcrzere Steilstufen und Spaltenzonen zu \u00fcberwinden gilt. Schon hier beeindruckt die Aussicht auf die nahe S\u00fcdostwand des Artesonraju, sowie auf die Huandoy-Gipfel und den Huascaran.<\/p>\n<p>Claudia und ich konnten dieses Panorama nun auch schon deutlich mehr genie\u00dfen, da wir mittlerweile viel besser akklimatisiert waren, als am Vallunaraju. Nach weniger als sieben Stunden kletterten wir als kleine Zugabe \u00fcber die sehr steile Variante auf den Gipfel, auf den sich Claudia nach einem Zielsprint st\u00fcrzte (Beweisvideo vorhanden).<\/p>\n<p>Der Abstieg verlief zuerst bei gl\u00fchender Gletscherhitze, ehe die &#8222;Killermor\u00e4ne&#8220;, inklusive garstigem Gegenanstieg, Claudia den letzten Nerv raubte&#8230; Um ihren Gem\u00fctszustand etwas zu bessern f\u00fchrten unsere letzten Schritte des Tages ins Refugio Peru auf ein Bier und ein weniger berauschendes Abendessen. So ging eine 11 Stunden Bergtour vers\u00f6hnlich zu Ende.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen verzichteten wir auf die vierbeinige Unterst\u00fctzung und kofferten unser Gep\u00e4ck selbst ins Tal. Erstaunlich motiviert brachen wir Mittags dann gleich wieder zur n\u00e4chsten Tour auf. Unser Ziel war die ber\u00fchmte Laguna 69, welche ebenfalls auf 4600 m liegt und beeindruckende Blicke auf die wilden Nevados Chacraraju bietet. Am R\u00fcckweg konnte sich Klaus ein erfrischendes Bad in einem Gletschersee nicht verkneifen (ebenfalls Beweisfotos vorhanden).<\/p>\n<p>Bewacht von Eseln, K\u00fchen, Pferden und vielen, vielen Trekingtouristen verbrachten wir eine weitere Nacht im Llanganuco Tal und fuhren erst am n\u00e4chsten Tag nach Yungay, bzw. Huaraz zur\u00fcck. Am Abend gab es dann Belohnungs-Roastbeef in unserem Lieblingslokal El Encuentro, wo es Klaus bei einer Flasche Wein gelang Claudia f\u00fcr eine weitere gro\u00dfe Bergtour auf den Alpamayo zu \u00fcberreden.<br \/>\nngg_shortcode_0_placeholder<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind m\u00fcde, deshalb heute nur ganz kurz: Claudia und ich waren am vielleicht besten Aussichtsberg Perus erfolgreich&#8230; Der 5759 m hohe Nevado Pisco ist unser! Am n\u00e4chsten Tag wanderten wir dann noch zur idyllischen Laguna 69, ehe wir wieder zur\u00fcck nach Huaraz fuhren. 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