{"id":377,"date":"2011-07-26T16:57:55","date_gmt":"2011-07-26T14:57:55","guid":{"rendered":"http:\/\/higher-ground.at\/forum\/?p=377"},"modified":"2011-07-26T16:59:06","modified_gmt":"2011-07-26T14:59:06","slug":"auf-der-flucht-vor-dem-regen-kurzurlaub-in-den-dolomiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/higher-ground.at\/?p=377","title":{"rendered":"Auf der Flucht vor dem Regen: Kurzurlaub in den Dolomiten"},"content":{"rendered":"<p>Der gemeinsame Kletterurlaub von Claudia und mir hatte einen etwas ungew\u00f6hnlichen Startpunkt: Venedig. Nach einem wundersch\u00f6nen Tag voller Kunst, Kultur und dem Gefluche unseres Gondolieres brachen wir auf in die s\u00fcdlichen Dolomiten &#8211; in die Pala.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">13. Juli\u00a0\u00a0 &#8211;\u00a0\u00a0 Cima della Madonna: Schleierkante (5+, 400m)<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Alle Kletterf\u00fchrer scheinen sich einig zu sein: die Schleierkante ist die sch\u00f6nste, die beste, die wunderbarste und \u00fcberhaupt genialste Route der gesamten Dolomiten und dar\u00fcber hinaus! Diese Flut an Superlativen mussten wir nat\u00fcrlich auf ihre Richtigkeit \u00fcberpr\u00fcfen&#8230;<\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholder\u00dcber eine ziemlich \u00fcble Schotterstra\u00dfe (unser Ford Focus Kombi musste ziemlich leiden) gelangt man zu einem kleinen Parkplatz an dem der Weg Richtung Rifugio Velo startet. Hier schlugen wir unser Lager auf um am n\u00e4chsten Morgen fr\u00fch zu starten, immerhin kann man f\u00fcr den Zustieg zwischen 2 und 3 Stunden einplanen.<br \/>\nDas Wetter am fr\u00fchen Morgen sah recht gut aus, doch die Tatsache, dass wir v\u00f6llig allein am Berg zu sein schienen lie\u00df uns schon vermuten, dass der Wetterbericht nicht der allerbeste sein kann. Nach etwa 2,5 Stunden standen wir bei einem Steinm\u00e4nnchen am Einstieg der eigentlichen Route. Schon nach den ersten (leichten) Klettermetern war klar: zumindest was die Beschreibung der Felsqualit\u00e4t betrifft hatten die Kletterf\u00fchrer nicht \u00fcbertrieben! Die H\u00e4nde fallen von einen Henkel in den n\u00e4chsten &#8211;\u00a0so stellt man sich Genusskletterei vor. Die besten Seill\u00e4ngen sind zwischen den beiden Pfeilert\u00fcrmchen. Hier klettert man direkt an der Kante bei konstanten Schwierigkeiten zwischen 4 und 5.<br \/>\nAllzu viel Zeit zum Genie\u00dfen konnten wir uns aber nicht lassen, denn mittlerweile hatte der Himmel nur noch wenig Blau zu bieten und es begann gerade leicht zu regnen. Obwohl es ihre erste richtig alpine Route war scheute sich Claudia nicht davor, die eine oder andere Seill\u00e4nge vorzusteigen und bald standen wir am Gipfel. Gl\u00fccklicherweise beruhigte sich das Wetter nochmal und wir konnten den nicht ganz zu untersch\u00e4tzenden Abstieg trocken hinter uns bringen.<\/p>\n<p>Resum\u00e8: In dieser moderaten Schwierigkeit bin ich selten eine so sch\u00f6ne Route geklettert! Definitiv eine Tour, die jeder auf seiner alpinen To-Do-Liste haben sollte.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bergsteigen.at\/de\/touren.aspx?ID=2200\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #0000ff;\">[TOPO]<\/span><\/a><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">15. Juli\u00a0 \u00a0&#8211;\u00a0 \u00a0Cinque Torri: Via Miriam (5, 190m)<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Die Gro\u00dfwetterlage hatte sich mittlerweile deutlich verschlechtert und so war es von nun ab jeden Tag bew\u00f6lkt und man musste jederzeit mit einem Regenschauer rechnen. Normalerweise hielt das Wetter aber einigerma\u00dfen bis zum Nachmittag, was immerhin etwas k\u00fcrzere Routen zulie\u00df.<br \/>\nngg_shortcode_1_placeholderWir hatten unser Zelt f\u00fcr drei N\u00e4chte in Cortina aufgeschlagen und hier bietet sich an den 5 Torri einen Besuch abzustatten. Die wohl beliebteste Route stellt die Via Miriam auf den Torre Grande dar. Claudia und ich kletterten die zum Teil blank polierten 8 Seill\u00e4ngen komplett in Wechself\u00fchrung und genossen einen tollen Tag gegen\u00fcber der m\u00e4chtigen Tofana.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bergsteigen.at\/de\/touren.aspx?ID=2133\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #0000ff;\">[TOPO]<\/span><\/a><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">16. Juli\u00a0\u00a0 &#8211;\u00a0 \u00a0Cinque Torri:\u00a0Fessura Dimai\u00a0(6-)<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Der Plan die Kante des 2. Tofana Pfeilers zu klettern wurde durch eine kleine \u00dcberschwemmung in unserem Zeltplatz mitten in der Nacht durchkreuzt und so beschlossen wir auch heute nochmal hinauf zu den 5 Torri zu fahren. Dort kann man immerhin solange klettern wie das Wetter nur irgendwie zul\u00e4sst und dann kurzfristig ins Auto fl\u00fcchten&#8230; Heute bestiegen wir den Torre Grande \u00fcber eine etwas steilere Route: den Dimai Riss.<\/p>\n<p>Die 5 Torri sind mittlerweile ein alpiner Klettergarten geworden und so findet man auch eine Unzahl gut abgesicherter, schwerer Sportkletterrouten. Zu guter Letzt f\u00fchrte mich Claudia noch in einer endlosen Seill\u00e4nge hinauf auf den Torre Inglese, wo wir dann bei einer Flasche Wein diskutierten wie lange dieser \u00fcberh\u00e4ngende Turm noch der Schwerkraft standhalten kann, ehe er sich zum 2004 umgekippten Torre Trephor gesellt&#8230;<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">17. Juli\u00a0 \u00a0&#8211;\u00a0 \u00a0Drei Zinnen:\u00a0Preu\u00df Riss\u00a0(5, 250m)<\/span><\/strong><\/p>\n<p>ngg_shortcode_2_placeholderEin Dolomitenurlaub braucht nat\u00fcrlich einen landschaftlichen H\u00f6hepunkt und dieser findet sich nat\u00fcrlich beim fast schon kitschigen Nordwandblick auf die Drei Zinnen. So bezahlten auch wir die 22 Euro Tagesmaut hinauf zum Rifugio Lavaredo und wanderten fast schon ehrf\u00fcrchtig hin\u00fcber auf den Paternsattel. Von hier zog es uns dann in Richtung Preu\u00dfturm, welchen wir \u00fcber die schier endlose Kaminreihe besteigen wollten. Obwohl es die letzten Tage viel geregnet hatte war die Kletterei fast durchwegs trocken. Besonders die vorletzte Seill\u00e4nge bietet spektakul\u00e4re Kletterei in einem gewaltigem Kamin. Selbst als jemand der diese Art der Kletterei eher meidet muss ich sagen, dass die Route richtig sch\u00f6n ist!<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bergsteigen.at\/de\/touren.aspx?ID=2066\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #0000ff;\">[TOPO]<\/span><\/a><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">20. Juli\u00a0 \u00a0&#8211;\u00a0 \u00a0Pian della Paia: Parete Gandhi: Via il magnesio dalla Roccia (5, 250m)<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Nach 5 Tagen immer wiederkehrenden Regen hatten wir erst mal genug und w\u00e4rmten uns zwei Tage in den diversen Vergn\u00fcgungsparks in Peschiera am s\u00fcdlichsten Gardasee auf. Danach fuhren wir nach Arco und erlebten neben dem Weltmeisterschafts-Rummel auch noch einen tollen Klettertag an der Parete Gandhi, etwas rechts der bekannteren &#8220; Via Nikotina&#8220;.<br \/>\nObwohl man st\u00e4ndig von den Motocross Fahrern beschallt wird und in der Route doch recht viel Gr\u00fcnzeugs anzutreffen ist, bietet die Route mit dem seltsamen Namen doch recht anspruchsvolle Kletterei mit ein paar richtig sch\u00f6nen Passagen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sassbaloss.com\/pagine\/uscite\/pianpaia8\/pianpaia8.htm\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #0000ff;\">[TOPO (italienisch)]<\/span><\/a><\/p>\nngg_shortcode_3_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der gemeinsame Kletterurlaub von Claudia und mir hatte einen etwas ungew\u00f6hnlichen Startpunkt: Venedig. Nach einem wundersch\u00f6nen Tag voller Kunst, Kultur und dem Gefluche unseres Gondolieres brachen wir auf in die s\u00fcdlichen Dolomiten &#8211; in die Pala. 13. Juli\u00a0\u00a0 &#8211;\u00a0\u00a0 Cima della Madonna: Schleierkante (5+, 400m) Alle Kletterf\u00fchrer scheinen sich einig zu sein: die Schleierkante ist [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4,8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/377"}],"collection":[{"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=377"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/377\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":388,"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/377\/revisions\/388"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=377"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=377"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/higher-ground.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=377"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}