{"id":245,"date":"2010-12-21T10:54:41","date_gmt":"2010-12-21T10:54:41","guid":{"rendered":"http:\/\/higher-ground.at\/forum\/?p=245"},"modified":"2010-12-21T10:55:38","modified_gmt":"2010-12-21T10:55:38","slug":"gelungener-saison-auftakt-serles-kaskade-und-neue-mixed-linie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/higher-ground.at\/?p=245","title":{"rendered":"Gelungener Saison-Auftakt: Serles Kaskade und neue Mixed-Linie"},"content":{"rendered":"<p>Zugegeben &#8211; etwas erschrocken bin ich schon als ich h\u00f6rte, dass der Zustieg zur Serles Kaskade etwa 2 Stunden mit Skitouren-Ausr\u00fcstung ben\u00f6tigen w\u00fcrde, aber Benni&#8217;s Argumente sorgten dann doch f\u00fcr einen Motivationsschub: Chance auf eine der ersten\u00a0Wiederholungen der Serles Kaskade,\u00a0aber vor Allem die M\u00f6glichkeit von gleich drei vermutlichen* Erstbegehungen!<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p><a href=\"http:\/\/www.alpine-spirits.com\">Benedikt Purner<\/a> hatte bei seinen vielen Fahrten ins Stubaital w\u00e4hrend der Arbeit am neu entwickelten Eisger\u00e4t &#8222;Phrugo&#8220; von AustriAlpin immer ein Fernglas dabei und beobachtete so die 4 spektakul\u00e4ren Eislinien an der Nordseite des Sonnensteins, einem Vorgipfel der Serles. Wollte er nicht in absehbarer Zukunft von der Polizei in Mieders als Spanner verhaftet werden, so musste er diese Projekte bald in Angriff nehmen. Also packten wir unsere Rucks\u00e4cke und machten uns auf den Weg Richtung Eisf\u00e4lle, was sich im dichten Wald und auf\u00a0steilen Latschen-H\u00e4ngen sehr anstrengend gestaltete!<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens als ich die Linien aus der N\u00e4he sah wurde mir klar, dass die Schwierigkeiten mein Vorstiegsk\u00f6nnen \u00fcberschreiten w\u00fcrden, aber wof\u00fcr gibt es denn Rope-Guns wie Benni!? Die rechte, untere Linie erwies sich als d\u00fcnne Eisglasur, welche leider \u00fcber weite Bereiche von der Felswand abgeplatzt war und uns deshalb als viel zu riskant erschien. Deshalb stieg Benni zuerst in den weiter links stehenden Eisfall ein, bei dem es sich wahrscheinlich* um\u00a0die im\u00a0F\u00fchrer &#8222;Eisklettern in Tirol&#8220; als Serles Kaskade bezeichnete Linie handelt. Benni kletterte die 60 Meter Eis non-stop, wobei die ersten 30m durchwegs senkrechtes,\u00a0m\u00e4\u00dfig absicherbares R\u00f6hreneis im Schwierigkeitsgrad WI6 boten. Die zweite H\u00e4lfte ist ein m\u00e4chtiges Eisschild und liegt im Bereich WI5 bis 5+.<\/p>\nngg_shortcode_1_placeholder\n<p>Anschlie\u00dfend querten wir \u00fcber ein breites Schneeband nach rechts in Richtung der beiden anderen Linien. Erfreut stellten wir fest, dass der Fels-Einstieg zur freih\u00e4ngenden S\u00e4ule durchaus machbar erschien. Benni\u00a0best\u00fcckte seinen Gurt mit Friends, Keilen, Schrauben und was man sonst noch so f\u00fcr eine Mixed-Erstbegehung* braucht und ging ans Werk. \u00a0Trotz wechselnder Felsqualit\u00e4t und zweifelhafter Absicherung (M6) erreichte er schnell den Zapfen, der mit Samthandschuhen behandelt werden wollte. Nach ein paar extrem anstrengenden Z\u00fcgen (WI 6+)\u00a0gelangte er zu einem kleinen Rastplatz, ehe die zweite S\u00e4ule (WI 6) auf seine Eisbeile wartete. Nach ca 4 Meter Gehgel\u00e4nde folgt zum Abschluss noch eine 10m hohe, senkrechte Steilstufe (WI 5+), ehe man sich am Standplatz das Laktat aus den Armen sch\u00fctteln kann. Insgesamt ist diese L\u00e4nge knapp 40 Meter lang.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns \u00fcber diese Linie zur\u00fcck auf das Schneeband abgeseilt hatten war Benni nat\u00fcrlich noch hei\u00df auf den 4. Eisfall, der etwas weiter rechts liegt. Leider war die Eisglasur in\u00a0einem \u00e4hnlich schlechten Zustand wie die Untere und auch die Absicherungsm\u00f6glichkeiten schienen, wenn \u00fcberhaupt vorhanden, \u00e4u\u00dferst fragw\u00fcrdig. Trotzdem stieg Benni \u00fcber eine geneigte Glasur 8m bis zur ersten Steilstufe auf, ehe er mit ein paar Kilo ausgebrochenem Gestein den Schnellabstieg zur\u00fcck aufs Band antrat. Nichts passiert &#8211; Gl\u00fcck gehabt!<\/p>\nngg_shortcode_2_placeholder\n<p>Wir hatten auf jeden Fall genug Nervenkitzel und seilten uns \u00fcber den ersten Wasserfall zu unserem Materialdepot ab. Bei einem Bier im Gasthof Sonnenstein waren wir uns beide einig, dass sich der lange Zustieg f\u00fcr die beiden au\u00dfergew\u00f6hnlich sch\u00f6nen und anspruchsvollen Linien gelohnt hat!<\/p>\n<p>* Zum jetzigen Zeitpunkt liegt uns keine Information zu den 3 weiteren Eislinien im Bereich der Serles Kaskade vor. Letztere wurde lt. &#8222;Eisklettern in Tirol&#8220; von S. Gwiggner und W. Nagele 1999 erstbestiegen.<\/p>\nngg_shortcode_3_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zugegeben &#8211; etwas erschrocken bin ich schon als ich h\u00f6rte, dass der Zustieg zur Serles Kaskade etwa 2 Stunden mit Skitouren-Ausr\u00fcstung ben\u00f6tigen w\u00fcrde, aber Benni&#8217;s Argumente sorgten dann doch f\u00fcr einen Motivationsschub: Chance auf eine der ersten\u00a0Wiederholungen der Serles Kaskade,\u00a0aber vor Allem die M\u00f6glichkeit von gleich drei vermutlichen* Erstbegehungen! 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