{"id":219,"date":"2010-07-28T13:23:44","date_gmt":"2010-07-28T13:23:44","guid":{"rendered":"http:\/\/higher-ground.at\/forum\/?p=219"},"modified":"2011-05-22T17:16:55","modified_gmt":"2011-05-22T15:16:55","slug":"marmolada-dombretta-3247m-don-quixote-750m-vi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/higher-ground.at\/?p=219","title":{"rendered":"Marmolada d&#8217;Ombretta (3247m) &#8211; Don Quixote (750m &#8211; VI)"},"content":{"rendered":"<p>ngg_shortcode_0_placeholderNach der sch\u00f6nen Tour am vergangenen Wochenende an der Tofana hat mich wiedermal ein bisschen das Dolomiten-Fieber gepackt&#8230; Eigentlich hatten mein Vater Arno und ich ja schon f\u00fcr den Dienstag eine Tour an der Marmolada-S\u00fcdwand geplant, doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Wir machten trotzdem das Beste aus dem etwas verregneten Tag und gingen am ersten Sellaturm die Schober-F\u00fchre.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns in Canazei ein Backhendl in die Figur gehaut haben stiegen wir von der Malga Ciapela hinauf zum Rifugio Falier. F\u00fcr den n\u00e4chsten Tag stand eigentlich die Route &#8222;Gogna&#8220; am Programm. Da aber gro\u00dfe Bereiche der Wand komplett nass waren und wir uns wegen des Neuschnees, der im Gipfelbereich lag auch nicht sicher waren ob der Fels morgen auftrocknen w\u00fcrde, entschlossen wir uns doch die k\u00fcrzere und auch leichtere Don Quixote zu gehen. Diese Route aus dem Jahr 1979 von Schiestl und Mariacher ist durch ihre Platten im oberen Wandteil bekannt daf\u00fcr schnell trocken zu sein. Der Nachteil an der Don Quixote ist, dass sie die meistbegangenste Route an der Marmolada ist und auch wir uns mit 3 weiteren Seilschaften um die Pole-Position streiten werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_1_placeholderVon der Falier-H\u00fctte braucht man noch ungef\u00e4hr eine Stunde bis zum Einstieg und nach dem zeitigen Fr\u00fchst\u00fcck um 04:30 standen wir schlie\u00dflich um 6 am Beginn der leichten Einstiegsl\u00e4ngen. Der Druck des Magen-Darm-Trakts eines Italieners war zu unserem Gl\u00fcck gr\u00f6\u00dfer als\u00a0sein Druck Erster in der Route zu sein und so konnten mein Dad und ich die F\u00fchrung \u00fcbernehmen. Das erste Viertel der Route ist nie schwerer als 4 und so kletterten wir viel &#8222;am laufenden Seil&#8220; um Zeit zu sparen. Bald konnten wir einen relativ gro\u00dfen Vorsprung auf die restlichen Seilschaften herausarbeiten, welcher bis zum Gipfel halten sollte.<\/p>\n<p>Eine der schwierigsten L\u00e4ngen stellt die steile Kamin-Verschneidung kurz unterhalb des gro\u00dfen Bandes dar und die K\u00e4lte machte die Sache auch nicht leichter. Au\u00dferdem sind meine Kaminkletter-Qualit\u00e4ten unter Insidern ja bekannt&#8230; Nichtsdestotrotz erreichten wir um ca 10:30 das gro\u00dfe Band und mit ihm auch die ersten Sonnenstrahlen des Tages. Von hier sieht der Gipfel schon zum Greifen nahe aus, doch es trennen einen immer noch etwa 12 Seill\u00e4ngen. Immer wieder konnten wir im leichteren Gel\u00e4nde synchron klettern, was einen schnell weiter kommen l\u00e4sst. Die Schl\u00fcssell\u00e4nge\u00a0ist laut Topo im 6. Grad angesiedelt, aber die vielen Normalhaken verf\u00fchrten uns dazu\u00a0gar nicht lange zu probieren, sondern gleich A0 loszulegen&#8230; Au\u00dferdem k\u00f6nnte ein Schiestl\/Mariacher 6er so manchen neuzeitlichen Kletterer \u00fcberraschen! Nach 7,5 Stunden Kletterzeit standen wir schlie\u00dflich am Gipfel. Von hier gelangt man in 2-3 Abseilern hinunter auf den mickrigen Marmolada Gletscher und dann auf der Piste weiter zur Mittelstation der Seilbahn. Nach diesem, an Bequemlichkeit wohl kaum zu \u00fcbertreffenden, Abstieg waren wir schon um 15:00 zur\u00fcck beim Auto.<\/p>\n<p>Alles in allem ist die Don Quixote eine sch\u00f6ne Klettertour, welche der einfachsten Linie folgt. Die Schwierigkeiten sind dadurch aber inhomogen verteilt und gerade die 5+ und 6er L\u00e4ngen sind nicht zu untersch\u00e4tzen!<\/p>\nngg_shortcode_2_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der sch\u00f6nen Tour am vergangenen Wochenende an der Tofana hat mich wiedermal ein bisschen das Dolomiten-Fieber gepackt&#8230; Eigentlich hatten mein Vater Arno und ich ja schon f\u00fcr den Dienstag eine Tour an der Marmolada-S\u00fcdwand geplant, doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. 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