Aufgrund unseres Patagonien-Abenteuers fiel die diesjährige Eisklettersaison heuer sehr bescheiden aus. Dennoch konnte ich die niedrigen Temperaturen im Jänner nutzen um zumindest drei Eisfällen einen Besuch abzustatten.

Vorhang Pinnistal

Mit Lucky ging es  wiedereinmal ins Pinnistal (bequem mit der Rodel von der Bergstation der 11er Seilbahn). Viel Eis war nicht zu finden und selbst der Vorhang sah nicht gerade einladend aus. Nicht zuletzt wegen dem, ca. 30m über dem Einstieg einsam in der Wand hängenden, Steileisgerät das – zusammen mit den Blutflecken im Schnee – unmissverständlich von einem Unfall berichtete, hatte ich ein etwas mulmiges Gefühl. Nachdem wir die erste Hälfte aber ein paar mal geklettert waren ging es auch der Vorstiegsmoral wieder besser und so konnten wir den Vorhang bis ganz hinauf verbuchen.
Das zurückgelassene Eisbeil gaben wir in der Pinnisalm ab und wurde mittlerweile auch schon vom Besitzer abgeholt.

Kriseilbachfall Ötztal

Zusammen mit Lucky und den beiden Marks ging es dann ins Ötztal zu einem eher selten machbaren Wasserfall. Der Zustieg durch den langen Gully ist zwar recht mühsam, aber die zwei schönen Seillängen im gemäßigten Schwierigkeitsgrad waren es auf jeden Fall Wert. Tipp von den Locals: Unbedingt Lawinengefahr beachten!

Eisenbachfall Ötztal

Am Vortag haben wir nachdem wir den Kriseilbachfall abgehakt haben bereits einen ersten Blick auf den wunderschönen Eisenbachfall werfen können. Somit war das Ziel für den heutigen Tag beschlossene Sache – wenngleich sich die Seilschaften änderten: Während Lucky und die beiden Marks lieber auf der Ostseite des Ötztals, und somit im Schatten kletterten, stiegen Claudia und ich zum sonnenbestrahlten Eisenbachfall auf. Bei den heutigen extrem tiefen Temperaturen war die Sonne aber definitiv kein Problem für das Eis und so konnten wir die wunderschöne und lange Route richtig genießen. Der schnellere Abstieg wäre bestimmt sich über den Fall abzuseilen, aber wenn man einen ausgefüllten Tag im Freien erleben will macht es auch Spaß dem Eisenbach bis hinauf zu einer Forststraße zu folgen. Dieser folgt man dann nach rechts bis man eine Rodelbahn erreicht. Theoretisch könnte man sich am Ende der Rodelbahn eine Rodel ausleihen was auch eine nette Kombination wäre. Wir stiegen aber zu Fuß ab.

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