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Wie bei unserer letzten Begehung der Route 2013 waren wir auch heuer wieder erstaunt über die anspruchsvolle Kletterei in dieser klassischen Kalkkögel-Route! Diesmal hat uns zumindest der Zustieg keine Probleme gemacht weil es noch genug Schnee in der schmalen Schlucht gab. Dafür kämpften wir gegen kalte Finger da es am Start der Route in Strömen regnete. Zur Urlaubsvorbereitung kletterten wir diesmal beide mit unseren schweren Berschuhen, was aber bei Nässe gar kein großer Nachteil ist.

In der letzten schweren Länge (kleiner Überhang direkt über dem großen Band) habe ich einen orangen Normalhaken spendiert um diese knackige Stelle etwas sicherer zu gestalten…

Tipps und Tricks:

Ein Set Camalots von blau (0,3) bis blau (3) ist unbedingt zu empfehlen. Dazu noch ein paar lange Bandschlingen für Klemmblöcke und Felsköpfe. Dennoch sollte der Vorsteiger ein bisschen Kalkkögel-Erfahrung mitbringen: „drücken, schieben, stemmen“ verhindert allzu viele ausgebrochene Griffe und Tritte.

Tourenwart Gerhard hat sich heuer wieder ein ganz besonderes Tourenziel ausgesucht: einen imposanten Berg den man von den berühmten „Größen“ im Monte-Rosa- und dem Mont Blanc Massiv immer gut sieht, aber den man meistens links liegen lässt weil er etwas im Abseits steht. Dabei ist der Grand Combin definitiv die lange Anfahrt Wert, speziell wenn man ihn mit seinem Nachbar Mont Velan kombiniert.

Wir schliefen wegen der überfüllten Cabane de Valsorey zweimal auf der Cabane du Velan was uns dann eine knackige 2.500 Höhenmeter Skitour am Gipfeltag des Grand Combins bescherte. Leider mussten wir an der „Mur de la Cote“ einen schlimmen Absturz einer 3er Seilschaft beobachten, den aber wie durch ein Wunder alle beteiligten überlebten.

Ausführlichere Berichte zu den Touren gibt es auf der Homepage von Gerhard:

Bericht Mont Velan

Bericht Grand Combin

 

Dank dem Bericht auf Bergsteigen.com erfreut sich das Alterertal am Ende des Valsertals bei den Eiskletterern großer Beliebtheit. Hier gibt es ca. 10 verschiedene Eislinien in schmalen Gullys die aufgrund des derzeitigen Schneemangels objektiv sicher kletterbar sind. Bei mehr Schnee sollte man wegen der Lawinengefahr besser die Finger davon lassen!

Wie am Übersichtsfoto auf Bergsteigen.com beschrieben nahmen Lucky und ich uns heute den Gully Nr. 7 vor. Seillängen 1 und 3 sind sehr einfach, Seillängen 2 und 4 bieten aber schöne Eiskletterei mit guter Absicherung.

Verhältnisse am 6.1.2016:

  • Es waren mindestens 10 Seilschaften am Klettern!
  • Im Gully Nr. 7 sehr gute Verhältnisse mit genügend Eis für mittellange Eisschrauben (ein bisschen auf die Eisdicke aufpassen schadet dennoch nicht!). Schlüsselstelle (SL 4) gut abgeklettert. Alle Abalakovs in gutem Zustand.
  • Auch in den meisten anderen Gullys wurde geklettert – eine Seilschaft versuchte sich auch an der „Mach 2“ (Verhältnisse Mach 2: siehe Foto).

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